Naziaufmarsch in Hamm behindert – Immerhin!

Am vergangenen Samstag gab es eine Demonstration von Faschist_Innen in Hamm, selbstverständlich gab es auch Gegenproteste,zu denen u.a. wir aufriefen (http://www.onesolutionrevolution.de/allgemein/gegen-die-demonstration-der-faschistinnen-am-3-oktober-in-hamm/).

Im folgenden findet ihr einen kurzen Bericht, der auswerten soll, was aus unserer Sicht gut und schlecht war.

Die Nazis

Die Angedrohten 300 Leute haben die Nazis bei weitem nicht zusammenbekommen, vielmehr waren zwischen 120 und 200 Nazis an der Demonstration beteiligt. Soviel also zu „Wir sind das Volk“. Dass verhältnismäßig wenig Faschist_Innen anwesend waren lag wohl zum Teil auch an den Erfolgen der Gegendemonstrant_Innen

Die Bullen

Waren leider auch da. Und zwar mit dem vollen Programm: BFE, Hubschrauber, Pferde- und Hundestaffel. Der erste Zusammenstoß mit der Staatsmacht ließ nicht lange auf sich warten. Bereits vor zwölf Uhr gab es die erste Sitzblockade im Bahnhof. Im Verlauf des Vormittags folgten dann zwei weitere, die das Potenzial gehabt hätten die Anreise der Rechten – und damit ihre Demo – zu verhindern. Die Polizei ließ es sich allerdings nicht nehmen unter der Begründung „Ihr behindert den Bahnverkehr“ die Räumung anzudrohen und durchzuführen. Während dieser Aktion wurden Gegendemonstrant_Innen verprügelt und durch den Bahnhof geschubst, Menschen wurden festgenommen, eine Polizistin wurde verletzt (Nein, wie schade! ) und der Bahnverkehr wurde massiv behindert, da die Bahnreisenden, die eben noch friedlich an den eigens für sie freigehaltenen Rändern der Blockaden passieren konnten nun auch direkt den prügelnden, vermummten Bullen ausgesetzt waren und sich z.T. panisch auf die Bahnsteige retteten. Auch im weiteren Verlauf der Gegendemonstration verhielten sich die Staatsbeamt_Innen alles andere als freundlich und vereitelten zwei Versuche auf die Naziroute zu kommen mit Festnahmen und Gewalt. Einem Gegendemonstrant, dem vorgeworfen wurde eine PET-Flasche auf die Polizei geworfen zu haben, wurde als er während seiner Festnahme einen Asthma-Anfall hatte die Behandlung durch Rettungssanitäter der Gegendemonstrant_Innen vorenthalten.

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Nachdem der Versammlungsleiter die Gegendemo schlussendlich taktisch klug weit weg vom Bahnhof in einer Sackgasse auflöste wurden die Gegendemonstrant_Innen daran gehindert als geschlossene Gruppe zum Bahnhof zu gehen („wegen Sicherheit“) und das Anmeldeverfahren der darauf folgenden spontanen Demo dauerte ungewöhnlich lange.

Auch am Bahnhof wurde wieder erwartet, dass die Teilnehmer_Innen einzeln oder in Kleingruppen das Gebäude betreten (Wieder „wegen Sicherheit“). Hierbei wurden einzelne Personen, die vorher in den Blockaden gesehen wurden, raus gezogen.

Die Gegendemonstrant*innen

Wir waren mehr als vom Veranstalter erwartet, nämlich ungefähr 700-800. Es war ein ziemlich breites Spektrum von Renter_Innen mit Fahrrad und DGB-Fahne über Sambagruppen bis hin zu (pseudo)-militanten die schwarz vermummt die Totenwinkel des Lautsprecherwagens bewachten.

Trotz des politisch und taktisch „gemäßigten“ Aufrufs gab es, wie bereits erwähnt, Blockaden am Bahnhof und auch später stürmten Anwohner_Innen die Straßen und blockierten, was den Nazis einiges an Verspätung einbrachte.

Das Fazit

Am 3.10 wurden in Hamm einige nicht unwesentliche Erfolge erreicht. Zum ersten Mal gab es dort Versuche einer Blockade, das gefällt uns sehr gut. Für das nächste Mal fordern wir allerdings einen expliziteren Aufruf, der auch Blockaden vorsieht sowie ein Bündnis, dass solche Aktionen taktisch vorbereitet – denn Protest in Seh- und Hörweite reicht uns nicht aus!

Für die Freiheit, für das Leben, Nazis von der Straße fegen!

Ein Bericht von Flo Wasser, REVOLUTION Zülpich

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