Revolutionär Antifaschistische Liste an der Uni Kassel

Mitarbeit in der Revolutionär
Antifaschistischen Hochschulliste

REVOLUTION Mai 2008

Sehr geehrte(r) Leser/in,

wie Du mit Sicherheit weißt, konsolidiert
sich unsere Gesellschaft aus ständigen
Klassenkämpfen. Ob in Schule, im
Studium, in der Ausbildung oder an der
Arbeit, wenn wir nicht Opfer anderer Interessen
sein, sondern ein selbst bestimmtes
Leben führen wollen, müssen wir
uns mit Gleichgesinnten organisieren
und als Akteur in dem jeweiligen Klassenkampfkampf
positionieren und intervenieren.
Dieser Artikel berichtet von
einer dieser Auseinandersetzungen – dem
Antritt einer neuen Hochschulliste, dem
Wahlkampf an der Uni Kassel, und der
Arbeit/Aktion innerhalb und außerhalb
des Studentenparlaments der Revolutionär
Antifaschistischen Liste.

Kassels
Mitglieder von REVOLUTION sind generell
politisch. So haben wir uns auch an
den Protesten gegen Studiengebühren in
Hessen und bundesweit beteiligt (Demonstrationen/
Boykotte). Doch wurde uns
in dieser Auseinandersetzung auch bewusst,
dass der ASTA(Jusos) in Kassel
nur den Landeswahlkampf 2008 im
Sinne hatte und dementsprechend
agierte. Bei den Demonstrationen
gaben die ASTA-Leute
den Mitstreitenden zu verstehen,
dass dieses Problem nur
im Parlament entschieden
werden könne. Parolen wie:
KOCH MUSS WEG!, skandierten
durch die hessischen
Städte wie Kassel, Marburg,
Frankfurt, Wiesbaden,
Darmstadt, etc.

An der Uni Kassel waren wir
zu dieser Zeit noch nicht organisiert,
haben nur im
PROTEST-PLENUM mitgearbeitet
und die SOZIAListe
bei ihrem Wahlkampf im Vorjahr
unterstützt.

Bei einer REVO-Veranstaltung haben
wir im Zuge einer Debatte rund um das
Studium wie wir es uns vorstellen sehr
schnell begriffen, dass wir uns als Liste
an der Uni aufstellen müssen.
Da die Zusammenarbeit mit SOZIAListe
nicht ergiebig war, haben wir von
REVOLUTION Kassel uns an die Studenten
Kassels gewandt eine neue Liste
zu gründen. Es folgte rasch ein Treffen
von Interessenten aus dem Milieu der
ANTIFA, des autonomen Kreises und
diverser unorganisierter Einzelpersonen.
Aus diesem Treffen ergaben sich weitere
progressive Sitzungen, was endlich in
folgenden Forderungen mündete:

– Referate für studentische Beschäftigte

-Wiederherstellung des Internationalismus
Referats

– Aufbau eines Antifa Referats

– Für die Abschaffung jeglicher Studiengebühren

– Für ein BAföG von 1000 € mtl. für alle
StudentInnen

– Für die Ausweitung des Semestertickets

– Gegen die selektiven Vorsriften der
Bachelor-& Masterstudiengänge

– Für ein selbstbestimmtes/mündiges
Studium

Obwohl wir keine Partei hinter uns hatten
wie fast alle anderen Hochschullisten
konnten wir trotzdem einen Sitz im
Studentenparlament erreichen. Wir sind
uns bewusst, dass durch das Parlament
keine umfassende Änderung herbeiführen
können, jedoch nutzen wir es als
Möglichkeit dort die Wahlversprechen
der „regierenden“ Listen zu überprüfen
und auch anzukreiden.

Das Thema Bildung ist mit der Gesellschaft
eng verknüpft, daher versuchen
wir als R.A.L. gesamtgesellschaftliche
Ereignisse bzw. Zustände an die Uni zu
tragen, um unsere KomillitonInnen
ein bischen mehr zu informieren
und politisieren! Hierfür veranstalten
wir bisher schon solche
Themenabende:

Venezuela – Sozialismus
des 21. Jahrhunderts?

NATO Sicherheitskonferenz
– Sicherheit
durch Krieg?

Privatisierung von Abschiebung-
Kein Mensch ist
illegal!

Wir freuen uns auch sehr,
wenn Menschen außerhalb der
Universität Kassel zu unseren
Veranstaltungen kommen, und wir
so mit ihnen Fragen diskutieren können.
Weitere Infos folgen, auch unter
www.myspace.com/ra_liste

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