Was hilft Satire?

Emilia Sommer

Jan Böhmermann, DIE PARTEI und heute-show – uns allen ein Begriff und entspannte Polit-Unterhaltung. Sie alle versuchen mit Hilfe von Satire das tagespolitische Geschehen zu kommentieren und haben damit großen Erfolg . Doch was genau ist Satire und hilft sie uns im politischen Kampf?

Bei Satire handelt es sich um eine Kunstform, welche durch Spott, Ironie oder Übertreibungen Kritik übt, die gerade bei Jugendlichen sehr gut ankommt. Beispiele dafür lassen sich zuhauf im Programm der Partei „DIE PARTEI“ finden. So fordern sie beispielsweise, dass Managergehälter an BH-Größen gekoppelt werden oder eine Obergrenze für Geflüchtete jedes Jahr neu definiert wird, bei der Deutschland nicht mehr Geflüchtete als das Mittelmeer aufnehmen darf. Sie nehmen also realpolitische Probleme auf die Schippe, wie in diesem Falle die ungleiche Bezahlung von Männern* und Frauen* oder die aktuelle Flüchtlingspolitik.

Also werden einem die Probleme des oft tristen und vielleicht auch beängstigenden politischen Geschehens auf amüsante, unterhaltende und provokante Art und Weise nähergebracht oder durch die Entbindung von der biederen Politkultur Themen ganz anders angegangen und wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, doch wir brauchen mehr. Zwar kann sie gut die Widersprüche des Kapitalismus aufzeigen oder den Rassismus der AfD entlarven und durch ihr breites Publikum viele Menschen oberflächlich politisieren, hat aber selten den Anspruch, darüber hinaus etwas aufbauen. Sie kann dadurch diese Probleme auch nicht wirksam bekämpfen und wirken oftmals wie ein bloßes Ventil. Um die Probleme anzugehen, müssen wir uns organisieren und sie mit Hilfe eines ernsthaften Programms bekämpfen. Wir müssen eine politische Perspektive bieten und allen Menschen, vor allem Arbeiter_Innen, die Möglichkeit geben, politisches Geschehen zu verstehen und daran mitzuwirken.

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