REVOLUTION-Konferenz 2013: Jugend im Zeichen der Krise

Am vergangenen Wochenende trafen sich Jugendliche vom 10.-12. Mai aus ganz Deutschland in Berlin, um gemeinsam über revolutionäre Politik und Perspektiven zu diskutieren. Die Konferenz begann mit der Begrüßung neuer Genoss_innen, die sich im vergangenen Jahr unserer Organisation angeschlossen hatten. Nach der Vorstellungsrunde führten wir eine ausführliche Diskussion über das Thema „Drogen und Abhängigkeit“. Ein Thema, das insbesondere für eine revolutionäre Jugendorganisation von großem Interesse ist. Insbesondere Jugendliche werden aufgrund ihres Drogenkonsums kriminalisiert. Auch der „Krieg gegen Drogen“, ein Vorwand für die Imperialisten ganze Länder (z.B. Mexiko) unter ihrer Kontrolle zu halten, bedroht viele Jugendliche weltweit. Anschließend wurden Ideen für unser internationales REVOLUTION-Camp ausgetauscht, das dieses Jahr ebenfalls vom 01.-04. August in Berlin stattfinden wird.

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Genossen und Genossinnen 2012 auf dem Weg zum ersten revolutionären Mai in Berlin.

Am Samstag ging es dann morgens um die Bilanzierung unserer Arbeit im vergangenen Jahr. Gemeinsam konnten wir auf Erfolge, wie unsere Solidaritätskampagne für die griechische Arbeiterbewegung, die Mobilisierung zu „Blockupy“ in Frankfurt oder den diesjährigen ersten Mai zurückblicken. Als Grundlage für die Perspektiven unserer Organisation diente die Analyse über die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage – international und in Deutschland, die wir ebenfalls in der kommenden Woche veröffentlichen werden. So standen auch die Krise in Europa, die aggressive imperialistische Politik Deutschlands in der EU oder der arabische Frühling im Fokus der Debatte. Aber auch Themen wie das Erstarken der Rechten, sei es die „Front National“ in Frankreich oder die faschistische „Chrysi Avgi“ in Griechenland, und welche Widerstand es dagegen braucht, wurden intensiv diskutiert.

Nachdem wir unsere Pläne gemacht und die Ziele für das nächste Jahr gesteckt hatten – so wollen wir beispielsweise unsere Solidaritätsarbeit für Südeuropa und unsere Kampagnen gegen die Krise fortsetzen – gab es noch einige praktische Workshops. Dort konnten sich erfahrene und neue Genoss_innen austauschen. Wie kommt man von einer Idee zur Aktion auf der Straße? Wie kann revolutionäre Arbeit an der Schule organisiert werden oder wie „funktioniert“ überhaupt eine Revolution? Über diese Fragen wurde sich in angenehmer und solidarischer Atmosphäre ausgetauscht.

Sonntags gab es vormittags Arbeitsgruppen, die darüber diskutierten, wie die allgemeinen Beschlüsse vor Ort umgesetzt werden können. Außerdem gab es eine Kommission, die darüber diskutierte, wie der Aufbau einer unabhängigen Jugendorganisation mit einem revolutionären Programm in Opposition zum Reformismus aufgebaut werden kann. Der besondere Schwerpunkt lag dabei auf der Frage, wie der linke sich als revolutionär verstehende Flügel von Solid oder lokale, aber für kommunistische Ideen aufgeschlossene Jugendgruppen offen für den Aufbau einer gemeinsamen Organisation mit einem offen revolutionären Programm gewonnen werden können.

Das solidarische Miteinander und das hohe politische Profil der Konferenz, lassen uns zuversichtlich und geschlossen in die kommenden Klassenkämpfe gehen. Wir bedauern, dass nicht alle Genoss_innen aufgrund ihrer „Minderjährigkeit“ – also der Abhängigkeit von ihren Eltern – teilnehmen konnten. Doch das bestärkt uns umso mehr für den Aufbau einer unabhängigen kommunistischen Jugendorganisation einzutreten, die mit Kapitalismus, Jugendunterdrückung und Patriarchat Schluss macht! Wir haben allen Grund zu glauben, dass dieses Ziel nicht nur notwendiger denn je, sondern auch möglich ist. Oder um es mit einigen Worten aus unseren politisch-ökonomischen Perspektiven auszudrücken:

„2013 ist ein Jahr des Niedergangs des kapitalistischen Weltsystems, und für viele Millionen ein Jahr der Verarmung. Wir wissen nicht, wo dieser Niedergang enden wird – und auch nicht, was die Massenkämpfe und Revolutionen erreichen werden. Aber wir wissen, dass Revolutionäre heute alle Möglichkeiten haben, diese Fragen mitzuentscheiden. Als Kommunist_innen wollen wir nicht nur jeden einzelnen berechtigten Protest unterstützen und zum Erfolg führen, sondern das Problem an der Wurzel packen. Wir wollen das niedergehende kapitalistische System nicht ein weiteres Mal therapieren, sondern für sein schnelles Ableben sorgen. Und es gibt heute Millionen von Aktivist_innen, die dieses scheinbar utopische Ziel teilen. Das liegt daran, dass sich für sie jede Hoffnung in eine gute Zukunft im Kapitalismus als utopisch entlarvt hat.“

Exekutivkomitee, REVOLUTION

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